Familienrecht

Das Familienrecht umfasst alle Themen zu Sorgerecht, Unterhalt, Ehe und Scheidung.

Betreuungsunterhalt für Mütter

Sowohl verheiratete als auch nicht verheiratete Mütter, die ihre Kinder selbst betreuen, erhalten Betreuungsunterhalt bis zum 3. Lebensjahr des Kindes. Danach hängt die Verlängerung des Unterhaltsanspruchs davon ab, ob die Kinder besonderer Betreuung bedürfen, die von der Mutter geleistet wird.

Entscheidend ist auch, ob überhaupt eine Möglichkeit der Kinderbetreuung durch andere Personen - z.B. im Kindergarten- möglich ist. Gibt es keine Gründe, die gegen die Fremdbetreuung des Kindes sprechen, muss die Kindesmutter bereits ab dem 4. Lebensjahr des Kindes eine Halbtagserwerbstätigkeit aufnehmen.

Wir erkämpfen Ihnen die Möglichkeit nach dem Wohl Ihres Kindes selbst zu entscheiden, wann Sie eine Tätigkeit aufnehmen.

Scheidung

Bei Ehescheidungen müssen viele Fragen geklärt werden:

- vorrangig das Sorgerecht für die Kinder und der Unterhalt

- was passiert mit Haus und Vermögen?

Selten können Scheidungswillige ohne rechtsanwaltliche Unterstützung Ihre Scheidung durchziehen. Die meisten stellen fest, dass sie wegen des Scheidungsgrundes nicht mehr gut genug zusammen arbeiten können, um die Scheidung mit einem gemeinsamen Anwalt durchstehen zu können.

Wenn Sie einen Scheidungsanwalt benötigen, suchen Sie sich einen erfahrenen Anwalt und vereinbaren Sie einen Termin zur Erstberatung. Entscheiden Sie danach, ob der Anwalt, den Sie gewählt haben, der richtige ist. Sie sollen sich gut aufgehoben fühlen, damit Sie die Scheidung gut überstehen. Vertrauen Sie dabei Ihrem Gefühl!

Stankusch Westphalen Rechtsanwälte haben langjährige Erfahrung mit Fragen des Familienrechts und können für Sie gute emotionale und finanzielle Lösungen finden.

Wenn Schwiegereltern etwas schenken

Der Bundesgerichtshof hatte in der Entscheidung vom 03.02.2010 (XII ZR 189/06) über eine Klage von Schwiegereltern zu befinden, die ihrem Schwiegerkind einen erheblichen Geldbetrag zugewandt hatten und diesen nach Scheitern der Ehe ihres Kindes zurückverlangten.

Nach der vorherigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes kam zwischen den Beteiligten regelmäßig ein Rechtsverhältnis eigener Art zu Stande, das mit den ehebezogenen "unbenannten Zuwendungen" unter Ehegatten vergleichbar war. Ihre Zuwendungen konnten die Schwiegereltern grundsätzlich nicht zurückfordern, wenn die Ehegatten im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft gelebt hatten.

An dieser Rechtsprechung hält der Bundesgerichtshof nicht mehr fest. Derartige schwiegerelterliche Leistungen werden als Schenkungen qualifiziert. Grundsätzlich bleibt das Geschenkte bei dem Beschenkten.

Auf solche Schenkungen bleiben aber die Grundsätze des Wegfalls der Geschäftsgrundlage anwendbar: Die Geschäftsgrundlage solcher Schenkung ist regelmäßig, dass die Ehe zwischen Kind und Schwiegerkind fortbesteht. Mit dem Scheitern der Ehe entfällt diese Geschäftsgrundlage. Dadurch wird die Möglichkeit einer zumindest teilweisen Rückabwicklung eröffnet.

Dies gilt nunmehr auch dann, wenn die Ehegatten im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft gelebt haben.

„Schwiegereltern, die ihrem Schwiegerkind Vermögenswerte zugewandt haben,können häufiger als bisher mit Erfolg eine Rückabwicklung dieser Zuwendung erreichen", sagt Rechtsanwalt Markus Westphalen, Fachanwalt für Familienrecht aus der Kanzlei Stankusch Westphalen.

In Fällen, in denen man als Schwiegereltern Schenkungen an das Kind und das Schwiegerkind vornehmen will, sollte man sich tunlichst möglichst frühzeitig rechtlich beraten lassen. Die Rückforderung kann auch zur vertraglichen Bedingung des Schenkungsversprechens gemacht werden.

Sorgerecht

Die beste Lösung für das Kind ist es, wenn beide Elternteile auch nach der Scheidung noch das gemeinsame Sorgerecht ausüben. Eine Einigung in allen Punkten der Erziehung ist aber nicht immer einfach.

Problematisch wird es besonders, wenn beide Elternteile das alleinige Sorgerecht beantragen. Dann muss das Gericht entscheiden, bei wem die Belastung für das Kind am Geringsten ist. Wir tragen dem Gericht alle Argumente vor, weshalb Sie das Sorgerecht behalten sollen. Rufen Sie unseren Fachanwalt für Familienrecht, Markus Westphalen, an!

Unterhaltsrecht/ Kindesunterhalt

Die Ansprüche der minderjährigen Kinder stehen nach einer Scheidung an erster Stelle. Erst wenn die Kinder ihren Unterhalt in voller Höhe erhalten haben, kommen die Unterhaltansprüche des geschiedenen oder des aktuellen Ehegatten zum Zug.

Dies gilt für alle Kinder des Unterhaltsverpflichteten, also auch die, die in einer späteren Ehe oder nichtehelich geboren werden.

Wir setzen Ihren Unterhaltsanspruch durch oder wehren für Sie unberechtigte Ansprüche ab!

Was passiert mit der gemeinsamen Wohnung?

Der Auszug eines Ehegatten aus der gemeinsamen Wohnung hat gravierende, sofortige Unterhaltsfolgen für den, der nicht mit den gemeinsamen Kindern zusammenlebt. Des Weiteren wirkt sich diese Entscheidung sofort auf den Kindergeldbezug und im nächsten Jahr, auf die Steuerklassenwahl der Eheleute aus.

Der Partner, der in der Ehewohnung verbleibt und gegebenenfalls die Kinder betreut, hat gegen den anderen Partner einen Unterhaltsanspruch.

Oft reicht das Einkommen beider Ehegatten nicht aus, das Eigenheim und eine weitere Wohnung für den anderen Ehegatten zu finanzieren. Dann sollte der Verkauf des Eigenheims frühzeitig durchkalkuliert werden, aber nicht immer ist der sofortige Verkauf des Hauses die richtige Lösung, zumal Schnäppchenjäger auf solche Gelegenheiten warten. Auch lange Zinsbindungen können einen schnellen Verkauf verhindern, selbst, wenn ein zahlungskräftiger Käufer sich für das Haus interessiert. Eine rechtliche Beratung kann hier helfen und Verluste für beide Eheleute vermeiden.

Zugewinnausgleich

Bei einer späteren Scheidung findet auf Antrag der Ausgleich des gesetzlichen Güterstandes der Zugewinngemeinschaft statt. Die Ergebnisse dieses sogenannten „Zugewinnausgleichs“ werden oft als ungerecht empfunden, hier kann man frühzeitig über eine Vereinbarung über die Aufteilung des gemeinsamen Vermögens nachdenken.

Bei Interessenkonflikten um die Immobilie, hilft letztendlich nur die Zwangsversteigerung zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft, der so genannten "Teilungsversteigerung“. Wir begleiten Sie auch dabei und verhindern durch unsere Erfahrung Vermögensverluste.



Dringender Fall? Rufen Sie uns an 040 724 00 45.




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